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Therapie

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tanzende Elefanten

 

Die Ponseti-Methode

Bereits seit einigen Jahren „gipsen“ wir mit großem Erfolg nach der Ponseti-Methode. Wir beginnen mit dem ersten Gips so früh wie möglich, meist innerhalb der ersten 2 Lebenswochen.

Ein großer Vorteil der Ponseti-Methode besteht darin, daß sich auch bei „älteren“ Kindern, deren Füßchen bereits unzufriedenstellend nach anderen Methoden gegipst wurden, noch vergleichbar gute Erfolge erzielen lassen. Bei uns wird jeder Klumpfuß, der nicht voroperiert oder älter als ca. 15 Monate ist und noch eine (Rest-) Fehlstellung aufweist, mit sehr gutem Erfolg nochmals nach Ponseti behandelt. Leider funktioniert das Ponseti-Regime nicht bei voroperierten Füßen.

Wir benötigen in der Regel 5-7 Gipse bis zur gewünschten Abspreizung des Fußes von etwa 70°, wobei der Gipswechsel in ca. wöchentlichem Abstand erfolgt.

 

Behandlungbeginn:

001 von plantar vor Ponseti    002 von dorsal vor Ponseti   003 von lateral vor Ponseti

 

Nach 3. Wochen Gipsbehandlung:

001 von plantar im Verlauf   002 von dorsal im Verlauf   003 von lateral im Verlauf

 

Nach dem 5. Gips:

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Nach Erreichen der gewünschten Korrektur wird meist ein Röntgenbild des Fußes durchgeführt, da sich die Spitzfuss-Komponente oft nicht durch das Gipsen ausreichend korrigieren lässt. Besteht ein (Rest-) Spitzfuß oder sieht man im Röntgen einen Fersenhochstand, so wird eine Achillessehnendurchtrennung erforderlich.

re vor pAST dp
re vor pAST lat 2

Die perkutane Achillotenotomie

Dieser Eingriff wird bei uns in kurzer Vollnarkose durchgeführt, deshalb nehmen wir unsere kleinen Patienten (natürlich mit Mutter) für eine Nacht stationär auf. Der Eingriff selbst ist ein sehr kleiner, bei dem über einen ca. 3 mm großen Schnitt die Achillessehne eingekerbt wird. Da der Schnitt sehr klein ist, reicht es aus, die Wunde mit einem Wundheftpflaster zu verschließen. Im Anschluss wird erneut ein Oberschenkel-Gips zum Erhalt der Korrektur für ca. 3-4 Wochen angelegt wird, der in den Tagen nach der Operation und nochmals nach ca. 10 Tagen gewechselt wird.

Die Alfa-Flex-Schiene

Am Tag der Gipsabnahme bekommen die Kinder unmittelbar eine sog. „Abduktionsorthese“, in der der Fuß in 70° "Außendrehung" und 20° nach oben gebeugt gehalten wird. Hierzu verwenden wir z.Zt. die Alfa-Flex-Schiene, da bei dieser die Schühen mit einem Griff von der Schiene gelöst werden können und so beim Windelwechsel nicht jedesmal die Schuhe ausgezogen werden müssen. Bei einseitigem Klumpfuß wird der gesunde Fuß etwas anders in der Schiene eingestellt. Die Tragezeit der Schiene in den ersten 3 Monaten liegt bei etwa 23 Stunden/Tag, danach bis ca. zum 3-4. Lebensjahr zu den Ruhezeiten (ca. 14 Stunden /Tag). Kurz nach der Anpassung der Schiene verordnen wir bei Bedarf Physiotherapie für etwa 2-3 Monate zum Erhalt der Beweglichkeit der Füße.
 
Abschließend bleibt zu sagen, dass das o.g. Behandlungskonzept natürlich nur eine grobe Orientierung darstellt und jeder Einzelfall für sich berücksichtigt werden muß.

 

Durch eine konsequente Therapie läßt sich die Fehlstellung des Klumpfußes in den allermeisten Fällen beseitigen, während eine geringe Fußverkürzung und eine Verschmächtigung der Wade verbleiben können. Es ist allerdings sehr wichtig, direkt nach der Geburt mit der Behandlung zu beginnen.

In leichteren Fällen werden durch die Krankengymnastin Umformungsübungen durchgeführt. Ihre Aufgabe ist es gleichzeitig, Sie als Eltern einzuweisen, damit Sie die Übungen selbständig etliche Male am Tag, am besten bei jedem Wickeln, ausführen können.

 

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